Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen, Lizenz Nr. 15
Für einen Abend wird das neue theater zum Marktplatz für Gespräche. In über 150 halbstündigen Einzelgesprächen teilen Menschen aus Wissenschaft, Kultur, Alltag und Wirtschaft, was sie wissen, und was sie nicht wissen. Besucherinnen und Besucher können ein Gespräch für einen Euro buchen, Fragen stellen, eigene Erfahrungen einbringen oder einfach zuhören.
Der Abend steht unter dem Titel „Schichtwechsel, Über die Zukunft auf wankendem Grund“. Nur wenige hundert Meter entfernt verläuft die Hallesche Störung, eine geologische Bruchlinie, die für die Geschichte der Stadt steht: für Salz und Braunkohle, für Industrie und für die Umbrüche nach 1989. Der Markt fragt, worauf wir unsere Zukunft bauen, welche Erfahrungen Halt geben und welche Konflikte unter der Oberfläche wirken.
Der Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen ist ein Gesprächsformat der Mobilen Akademie Berlin, hier veranstaltet vom Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation. Mehr Infos und Zählkarten: [Link].
Geschichte, die geteilt werden will
Das ehemalige Hauptgebäude der Stasi-Bezirksverwaltung Halle war nach 1990 noch Teil der Universität und dann bis 2016 als Finanzamt genutzt. Seitdem steht es leer. Max König will dort mit vielen anderen Engagierten ein „Gemeinschaftsamt“ entstehen lassen: als Teil der AG Geschichte will König einen Ort, an dem Erinnerungen aus der DDR-Zeit zum Austausch über die Erfahrungen heutiger Neustädterinnen und Neustädter führen. Der Ort wird angeeignet, geöffnet, seine Geschichte in die Gegenwart geholt. Analog, aber vor allem über soziale Medien. Geschichte muss nicht nur aufgearbeitet, sondern auch geteilt werden.